AMD hat die mobilen Prozessoren Ryzen PRO 6000 (Rembrandt) offiziell vorgestellt. Die Chips basieren auf einem 6-nm-Prozess und verwenden die Kernarchitektur Zen 3+. Die Ryzen PRO 6000-Prozessorserie wird durch Modelle repräsentiert, die bis zu acht Kerne mit Unterstützung für bis zu 16 virtuelle Threads bieten und mit Frequenzen von bis zu 4,9 GHz arbeiten. Die Neuheiten werden in professionellen mobilen Arbeitsplätzen eingesetzt.
Die Ryzen PRO 6000-Prozessorserie besteht aus Modellen der U-Serie und der H-Serie. Erstere haben eine konfigurierbare TDP von 15 W bis 30 W und eine Standard-Leistungsaufnahme von 28 W. Letztere werden durch Chips mit einer Leistungsaufnahme von 35 W (Modelle mit dem HS-Index) und 45 W (Modelle mit dem H-Index) repräsentiert. Die Gesamtmenge an L2- und L3-Cache-Speicher für Chips beträgt je nach Modell 10, 19 oder 20 MB.
Die Modelle der Ryzen PRO 6000H-Serie bieten 6 oder 8 physische Kerne mit Unterstützung für 12 bzw. 16 virtuelle Threads. Die Grundfrequenz dieser Modelle reicht von 3,2 bis 3,3 GHz. Im Auto-Overclocking-Modus steigt er je nach Modell auf 4,5-4,9 GHz.
Die Prozessoren der Ryzen PRO 6000U-Serie bieten außerdem sechs oder acht physische Kerne, die 12 bzw. 16 virtuelle Threads unterstützen. Die Grundfrequenz neuer Produkte beträgt 2,7-2,9 GHz und die maximale Frequenz 4,5 und 4,7 GHz.
Neben den Ryzen PRO 6000-Modellen stellte AMD auch Ryzen PRO 5x75-Prozessoren vor, die auf der 7-nm-Zen-3-Architektur basieren und mit integrierter Radeon-Vega-Grafik ausgestattet sind. Die Serie umfasst drei Modelle: einen Quad-Core-Ryzen 3 PRO 5475U mit einem Frequenzbereich von 2,7–4,1 GHz, einen Sechs-Core-Ryzen 5 PRO 5675U mit Frequenzen von 2,3–4,3 GHz und einen Acht-Core-Ryzen 7 PRO 5875U, der in Betrieb ist der Frequenzbereich von 2,0 bis 4,5 GHz. Alle von ihnen unterstützen zwei Threads pro Kern.
Eines der Hauptmerkmale der Ryzen PRO 6000-Prozessoren nennt AMD erhöhte Leistung und Autonomie. Systeme auf Basis neuer Prozessoren bieten laut Hersteller bis zu 29 Stunden Akkulaufzeit. Als Beispiel wird das Modell Ryzen 7 PRO 6850U genannt.
Gleichzeitig soll die Rechenleistung bei Chips mit 15 W TDP um bis zu 10 % gesteigert werden, bei Chips mit 28 W TDP sogar 30 % gegenüber 15-W-Modellen der vorherigen Generation. Darüber hinaus meldet das Unternehmen eine bis zu 50 % bessere integrierte RDNA 2-Grafikleistung bei 15-W-Modellen und eine bis zu 110 % bessere Grafikleistung bei 28-W-TDP-Modellen im Vergleich zum „onboard“ Ryzen PRO 5000 mit 15 W (Cezanne).
Die neuen Prozessoren der Serien Ryzen PRO 6000 und Ryzen PRO 5x75 werden zuerst in Arbeits-Laptops von HP und Lenovo erscheinen.
Informationen zur Verfügbarkeit von Laptops auf Basis der vorgestellten AMD-Prozessoren wurden noch nicht gemeldet.
2022-04-19 19:33:04
Autor: Vitalii Babkin