Jared Mouch aus den USA hat einen staatlichen Wettbewerb für die Umsetzung lokaler Infrastrukturprojekte gewonnen, die Kommunen nicht in die Hände bekommen. Er beantragte eine Breitbandabdeckung in Washtenaw County, Michigan, nachdem er bewiesen hatte, dass keiner der offiziellen Netzbetreiber dies auch nur in Betracht ziehen würde. Mouch kennt diese Problematik – er musste sein Haus vor kurzem wegen äußerst unrentabler Angebote kommerzieller Anbieter selbst ans Internet anschließen.
Mouch sagte den Medien, er wolle sich nicht zwischen dem extrem langsamen Internet von AT&T entscheiden oder Comcast 50.000 Dollar für die Verbindung zahlen. Stattdessen verlegte er alleine 22 km Glasfaser, schloss sein Haus an – und dann die Häuser von Dutzenden Nachbarn. Jetzt hat er einen Zuschuss von 2,6 Millionen US-Dollar, mit dem er weitere 600 Haushalte verbinden möchte.
Laut Plan sollte Mouch etwa 80 km Glasfaser verlegen, einschließlich Abzweigungen von 1 bis 1,5 km zu abgelegenen Häusern. Jede dieser Zweigstellen kostet 30.000 US-Dollar, aber da das Projekt sozial ist und vom Staat finanziert wird, kostet der Anschluss Hausbesitzer 199 US-Dollar. Sie können ein 100-Mbit/s-Paket für 55 $ pro Monat oder ein 1-Gbit/s-Paket für 79 $ pro Monat wählen. Mouch beabsichtigt, alle Arbeiten bis Ende 2023 abzuschließen.
2022-08-13 18:09:49
Autor: Vitalii Babkin