Nach Gigabyte und MSI beschloss ASUS, auf der Computex 2022 seine Vision eines PCs ohne sichtbare Stromkabel zu zeigen. Nur im Gegensatz zu den ersten beiden, bei denen die Kabel so weit wie möglich versteckt wurden, zeigte ASUS einen Prototyp eines Computers, der im Prinzip keine Kabel hat. Fast.
Auf den ersten Blick kann man den ASUS ROG Avalon Computer mit einem NAS verwechseln, bestenfalls mit einem passiv gekühlten HTPC. Aber beide Annahmen sind falsch. Bei näherer Betrachtung wird klar, dass vor Ihnen - eines der komplexesten Designs eines Computersystems.
Die Kühlkörper an den Seiten des Gehäuses der Systemeinheit sind eigentlich Lüftungsschlitze. Auf der linken Seite des ROG Avalon befindet sich eine Full-Size-Grafikkarte, die in dieser Baugruppe vielleicht das einzige Element ist, das ein Stromkabel benötigt, mit Ausnahme des Riser-Adapters, über den es mit dem Motherboard verbunden ist.
Was sich in einem anderen Teil des Gehäuses verbirgt - ASUS sagt es nicht. Das Gehäuse selbst wurde jedoch in Zusammenarbeit mit InWin entwickelt.
Das Motherboard in diesem Computer ist vollständig benutzerdefiniert. Ungefähr die Größe eines Mini-ITX. Lediglich vier RAM-Slots, ein M.2-Slot und ein Prozessorsockel, offenbar LGA 1700 für Alder Lake, ragen heraus. Zahlreiche Erweiterungsplatinen werden von der Rückseite an das Mainboard angeschlossen: eine zum Anschluss der Stromversorgung, eine weitere Platine zum Anschluss von vier 2,5-Zoll-Laufwerken, die dritte ist der bereits erwähnte Riser für die Grafikkarte. Alle Systemkomponenten lassen sich schnell und einfach austauschen.
Auch die Rückwand der Systemeinheit ist modular aufgebaut. Es wird durch drei Optionen mit den Namen „Heimkino“, „Virtual Reality“ und „Workstation“ dargestellt, die ihren Zweck widerspiegeln.
Das Computer-Netzteil ist im SFX-Format hergestellt. Anstelle von Kabeln verwendet es jedoch eine Schnittstelle, die an PCIe erinnert. Die Leistung des Netzteils beträgt 600 Watt. Es kann auf Wunsch auch schnell ausgetauscht werden, ohne die gesamte Systemeinheit zu demontieren.
Das Motherboard ist außerdem mit mehreren Anschlüssen für die Ausgabe von Ports an der Frontplatte ausgestattet: zwei USB-Typ-C- und ein Paar 3,5-mm-Audioausgänge. Es hat auch einen M.2-Steckplatz zum Installieren eines NVMe-Laufwerks. Ein weiteres davon befindet sich auf einer der Erweiterungskarten. Auch auf der Rückseite des Boards sieht man die üblichen Stromanschlüsse für das Board selbst und den Prozessor, und hier sieht man auch einen PCIe x16-Steckplatz.
Das ASUS-Computerkonzept ist wirklich interessant, aber es ist noch nicht klar, ob das Unternehmen plant, daraus ein Verbraucherprodukt zu machen.
2022-05-25 18:21:43
Autor: Vitalii Babkin