Mehrere französische App-Entwickler haben Apple verklagt und das amerikanische Unternehmen beschuldigt, gegen US-Kartellgesetze verstoßen zu haben, indem es zu hohe Gebühren für seinen App Store für digitale Inhalte erhoben hat. Die entsprechende Berufung der Kläger wurde diese Woche beim Gericht in Oakland, Kalifornien, eingereicht.
Die Kläger in diesem Fall sind der Entwickler der Nachrichten-App Figaro, der Entwickler der Sportnachrichten-App und der Live-Streaming-App L'Équipe sowie der Verband französischer Inhaltsanbieter Le Geste. In der Beschwerde der Unternehmen wird behauptet, dass Apple seine Dominanz im Vertrieb von iOS-Apps missbraucht, um Entwickler zu zwingen, ausschließlich den App Store für den Vertrieb ihrer Produkte zu nutzen.
Die Kläger behaupten, dass dies Apple erlaubt habe, „super konkurrenzfähige“ Gebühren von 30 % für 14 Jahre sowie jährliche Entwicklergebühren zu erheben, was Innovationen unterdrücke und den Verbrauchern die Wahl entziehe. „Es gibt keine legitimen geschäftlichen Notwendigkeiten oder Wettbewerbsgründe für das Verhalten von Apple. Stattdessen zielen die Maßnahmen von Apple darauf ab, den Wettbewerb zu zerstören“, heißt es in der Klage der Kläger.
Als Teil der Einreichung fordern die Kläger eine einstweilige Verfügung gegen das fortgesetzte wettbewerbswidrige Verhalten von Apple sowie dreifachen Schadensersatz wegen Verstoßes gegen bundesstaatliche und kalifornische Kartellgesetze. Die Kläger werden von der Anwaltskanzlei Hagens Berman Sobol Shapiro sowie der französischen Fayrouze Masmi-Dazi vertreten. Apple-Beamte haben sich bisher mit Kommentaren zu diesem Thema zurückgehalten.
2022-08-02 18:53:05
Autor: Vitalii Babkin