Apple stellte 1999 auf der NAB Show einen Videoeditor für macOS namens Final Cut Pro vor. 23 Jahre später, nur wenige Tage vor der NAB Show 2022, schrieben mehr als 100 Fernseh- und Filmregisseure einen offenen Brief an Apple-CEO Tim Cook, in dem sie um ein Update der App baten. Sie sind der Meinung, dass Apple seine Bemühungen zur Förderung von Final Cut Pro auf dem Markt verstärken und eine Reihe von Funktionen hinzufügen sollte, um den Editor in der Branche weiter verbreitet zu machen.
Während Final Cut Pro bei Bildungs- und YouTube-Bloggern sehr beliebt ist, hat es wenig Nutzen für die Erstellung von Fernsehsendungen und Filmen für Streaming-Plattformen. Noch unwahrscheinlicher ist das Szenario, dass Apples Video-Editor zur Produktion von Hollywood-Filmen eingesetzt wird. Der Grund, warum Final Cut Pro von Filmemachern nicht verwendet wird, ist vielschichtig, aber hauptsächlich auf das Fehlen einiger branchenüblicher Funktionen und Integrationen zurückzuführen.
Vor diesem Hintergrund haben mehr als 100 Regisseure und Redakteure, die an der Produktion von Inhalten für Fernseh- und Streamingplattformen beteiligt sind, einen offenen Brief an Tim Cook geschrieben. Sie wollen wissen, ob Apple plant, seinen Video-Editor so zu entwickeln, dass er von Branchenprofis besser verwendet werden kann. Sie fordern Apple auch auf, einige notwendige Funktionen zu Final Cut Pro hinzuzufügen.
Den Autoren des Schreibens zufolge fehlen Final Cut Pro Funktionen, die die Bearbeitung von Inhalten in der Postproduktion erleichtern sollen. Ein weiterer wesentlicher Nachteil ist das Fehlen eines Collaboration-Tools, das seit geraumer Zeit in vielen Video-Editoren von Drittanbietern vorhanden ist. Auch der gleichzeitige Zugriff auf die gleiche Bibliothek in Final Cut Pro ist noch nicht implementiert. Außerdem fehlen praktikable lineare Videobearbeitungslösungen und andere von der Industrie geforderte Funktionen.
2022-04-22 14:48:43
Autor: Vitalii Babkin