Tätowieren ist heute wie vor vielen Jahrhunderten mit Schmerzen verbunden. Viele Menschen sind bereit, es zu ertragen, um ihren Körper zu verschönern. Andere hingegen beneiden sie um ihren Willen, wollen aber gar nicht daran denken, dass sie leiden müssen. Das Georgia Institute of Technology hat einen Weg gefunden, Bilder schmerzfrei auf die Haut aufzubringen. Dazu hat das Forschungszentrum ein Pflaster entwickelt, dessen eine Seite mit Mikronadeln besetzt ist.
Im Allgemeinen wurde die Methode für den Einsatz in der Medizin und Veterinärmedizin entwickelt, aber es ist möglich, dass sie auch in der Kosmetik verwendet werden kann. Indem Sie ein Stück des Pflasters aufkleben, können Sie Impfstoffe und Medikamente an die richtige Stelle im Körper bringen oder den Blutzucker- und Alkoholspiegel schnell und genau messen. Außerdem können mit Tinte gefüllte Mikronadeln ein Muster auf der Haut hinterlassen. Jeder von ihnen bildet ein separates Pixel des Bildes.
Bisher ist die Technologie noch lange nicht perfekt, aber die Forscher führten mehrere Experimente an Laborratten durch. Es stellte sich heraus, dass mit Pflaster gemachte Tattoos mindestens 12 Monate halten. Angesichts der Unterschiede zwischen der Epidermis von Ratten und Menschen sind die Wissenschaftler zuversichtlich, dass die Zeichnungen beim Menschen über ein Jahr lang deutlich sichtbar sein werden. Schon jetzt können mit dieser Methode einfache Bilder – zum Beispiel Daten zur Blutgruppe – sicher angewendet werden.
In Zukunft kann die Methodik verbessert und verfeinert werden. Dazu ist es insbesondere erforderlich, die Auflösung der resultierenden Bilder zu erhöhen. Außerdem ist es notwendig, einen Lack zu entwickeln, der nach einer gewissen Zeit verschwinden kann. In ferner Zukunft ist es möglich, dass eine Hardwarebasis erscheint, mit der Sie die erforderlichen Zeichnungen selbst drucken können. Dieses Know-how wird natürlich nicht die Arbeit echter Meister in spezialisierten Salons ersetzen, aber es kann Tattoos viel zugänglicher machen.
2022-09-16 17:12:11
Autor: Vitalii Babkin