Eine ungewöhnliche amphibische Drohne haben Wissenschaftler der chinesischen Behai-Universität, des Imperial College London und des Schweizer Forschungsinstituts Empa entwickelt: Sie kann fliegen, dann ins Wasser tauchen, dann schnell wieder aus dem Wasser auftauchen und wieder in den Himmel rasen.
Um Batteriestrom zu sparen, kann die Drohne mit einer speziellen Silikonscheibe an jeder horizontalen Oberfläche „kleben“. Seine Idee wurde den Entwicklern von einem klebrigen Fisch nahegelegt, der sich dank eines speziellen Saugnapfes an seinem Kopf an größere Meerestiere klammert und sich von deren Essensresten ernährt.
Die Drohne fliegt wie ein normaler Quadcopter, aber sobald sie unter Wasser ist, verwandelt sie sich in ein U-Boot, wonach sie wieder auftauchen und weiterfliegen kann. Für diese Transformationen benötigt er nicht länger als 0,35 Sekunden, was eine Art Rekord ist.
Unter der Wasseroberfläche bewegt die Drohne ihre Propeller in eine spezielle Position, die es ihr ermöglicht, sich zu bewegen und verschiedene Operationen durchzuführen, insbesondere die Suche nach Unterwasserobjekten mit der Bordkamera.
Bei Kommunikationsproblemen in einer Unterwasserposition kann die Drohne offline betrieben werden. Im Extremfall kann er kurzzeitig aus dem Wasser „springen“, um über 5G- oder WLAN-Netze ein Signal an den Betreiber zu senden.
Der Saugnapf im oberen Teil des Gehäuses ist eine Art Bonus bei der Arbeit an Land. Die Drohne kann es verwenden, um zu vermeiden, dass Batteriestrom verschwendet wird, wenn kein Betrieb stattfindet. Die einzigartige Drohne wird zu einem unverzichtbaren Helfer für Ozeanologen und Rettungsdienste und kann für die Umweltüberwachung und Industrieinspektionen eingesetzt werden.
2022-05-27 07:18:41
Autor: Vitalii Babkin