Methan ist bekanntermaßen einer der wichtigsten negativen Faktoren, die den Klimawandel auf unserem Planeten beeinflussen. Im Rahmen des EMIT-Projekts zur Untersuchung der Quellen von Mineralstaub auf der Erde und seiner Auswirkungen auf das Klima entdeckten NASA-Spezialisten mit speziellen, auf der ISS installierten Sensoren unerwartet mehr als 50 Orte mit intensiver Methanemission auf der Planetenoberfläche.
Die meisten von ihnen sind in Zentralasien, im Nahen Osten und in den Vereinigten Staaten zu finden, vorwiegend in Gebieten mit Vorkommen fossiler Brennstoffe, großen Deponien und landwirtschaftlichen Regionen.
Experten zufolge macht Methan etwa ein Drittel der gesamten Ursachen für den Temperaturanstieg auf der Erde aus. Im Vergleich zu CO2 befindet sich zwar viel weniger Methan (CH4) in der Atmosphäre, aber es hat sich im vergangenen Jahrhundert als 28-mal wirksameres Treibhausgas erwiesen als sein „Konkurrent“, und das in den letzten 20 Jahren um fast das Dreifache gewachsen. CH4 hat zwar eine kleine „Berechtigung“: Es hält nicht länger als 10 Jahre in der Atmosphäre, während CO2 Hunderttausende von Jahren überdauert.
Experten sind zuversichtlich, dass eine starke Reduzierung der Methanemissionen dazu beitragen wird, die globale Erwärmung bis Mitte des Jahrhunderts um einige Zehntel Grad Celsius zu verlangsamen. Um eine Klimakatastrophe zu verhindern, ist es gemäß dem Pariser Abkommen und dem globalen UN-Programm notwendig, rechtzeitig für diesen Zeitraum einen Anstieg der Durchschnittstemperatur auf dem Planeten um mehr als 1,5 °C zu verhindern.
2022-10-31 13:40:19
Autor: Vitalii Babkin