Sony hat die Gründung einer neuen Tochtergesellschaft angekündigt, um Spitzentechnologie in den schnell wachsenden Weltraumsektor zu bringen. Die gestern registrierte Sony Space Communications Corp wird Geräte entwickeln und liefern, die es Satelliten im Orbit ermöglichen, Daten mithilfe von Lasern auszutauschen.
Die Laserkommunikationstechnologie wird die Nachteile frequenzarmer Funkkommunikationssysteme vermeiden. Sony-Module ermöglichen die Datenübertragung zwischen Satelliten und die Kommunikation von Satelliten mit Bodenstationen. Das Datum des Beginns des kommerziellen Betriebs der Technologien und die Kosten des Projekts werden später bekannt gegeben.
Es ist bekannt, dass sich derzeit etwa 12.000 Satelliten in der Erdumlaufbahn befinden und ihre Zahl in den kommenden Jahren schnell zunehmen wird, da die Entwicklungen der Luft- und Raumfahrtunternehmen die Kosten für den Start von Objekten in den Weltraum senken werden. Unternehmen wie SpaceX sind bereits dafür bekannt, riesige Konstellationen von Satelliten einzusetzen, um von überall auf der Welt Internetzugang bereitzustellen.
Laut Sony nimmt auch die im Orbit zirkulierende Datenmenge jedes Jahr zu. Allerdings sind die Reichweiten verfügbarer Funkfrequenzen begrenzt. SpaceX produziert bereits eigene Module für die Laser-Satellitenkommunikation, entsprechende Technologien kamen erstmals Ende vergangenen Jahres in Starlink-Satelliten zum Einsatz, Originalentwicklungen sind auch in China erhältlich.
Sony ist nicht neu in der Branche. Zum ersten Mal führte das Unternehmen im Jahr 2020 erfolgreiche Tests der Laserkommunikation im Weltraum durch und übertrug hochauflösende Bilder entlang des Strahls von der ISS zu einer Bodenkommunikationsstation in Japan.
2022-06-03 10:20:39
Autor: Vitalii Babkin