Mit dem Aufkommen der COVID-19-Ära wurden viele Büroflächen geleert und Wolkenkratzer in den Geschäftszentren der Städte stehen nun still. Forscher des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse in Wien haben vorgeschlagen, sie in Schwerkraft-Energiespeicher mit flexiblen Arbeitszeiten umzuwandeln. Vor allem wird die Modernisierung mit minimalem Aufwand erfolgen und das Gebäude kann unverändert weitergenutzt werden.
Die Idee basiert darauf, dass moderne Aufzugsanlagen mit Energierückgewinnungssystemen ausgestattet sind und über eine intelligente Steuerung verfügen. Aufzüge mit einem Permanentmagnet-Synchrongetriebemotor können mit einem Wirkungsgrad von etwa 92 % betrieben werden. Tatsächlich sind dies fertige Stromgeneratoren, die in Gebäude eingebaut sind, Sie müssen sie nur ein wenig modifizieren. Das System wird die Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen und in ihrer Freizeit zum Sammeln und Freisetzen von Energie verwendet werden.
Es wird vorgeschlagen, viele kleine Container mit nassem Sand als Ladung zu verwenden. Transportiert werden sie von kompakten Robotern, die je nach Aufgabenstellung beliebig viele Container auf jeder Etage be- und entladen. Auf diese Weise können Sie die Ladung in leeren Räumen, in den Korridoren lagern und, wenn die Bewohner des Wolkenkratzers nichts dagegen haben, ein paar Container zusammen mit den Menschen im Aufzug bewegen.
Ein solches System kann keine nennenswerte Energiemenge ansammeln und schnell an das Netzwerk übertragen, ist jedoch als Backup-Option durchaus geeignet. Berechnungen zeigen, dass bei richtiger Organisation die Kosten einer solchen Batterie dreimal niedriger sind als bei einer Lithiumbatterie gleicher Kapazität. Und wenn alle Wolkenkratzer der Welt mit Gravitationsspeichern ausgestattet sind, können sie bis zu 300 Gigawattstunden akkumulieren, was einer Metropole wie New York für einen ganzen Monat reicht.
2022-06-02 19:02:47
Autor: Vitalii Babkin