Die Ressource Der Spiegel berichtete, dass das Unternehmen trotz wiederholter Äußerungen des Telegram-Managements zur strikten Einhaltung des Datenschutzes von Benutzerdaten in einigen Fällen personenbezogene Benutzerdaten an das Bundeskriminalamt übermittelte.
Laut „Spiegel“ handelt es sich um personenbezogene Daten, die des Kindesmissbrauchs und des Terrorismus verdächtigt werden. Bei anderen Straftaten ist es nach Angaben von Strafverfolgungsbehörden für deutsche Ermittler nach wie vor schwierig, Informationen von Telegram zu erhalten.
Der Spiegel stellte fest, dass die Weitergabe von Nutzerinformationen durch Telegram an die Behörden zumindest eine vorsichtige Kurswende für das 2013 gegründete Unternehmen anzeigt. Zuvor wurden Anfragen von deutschen Ermittlern bezüglich der personenbezogenen Daten potenzieller Rechtsverletzer, die kriminelle Inhalte im Netz verbreiten, in Telegram überhaupt nicht beantwortet. Lange Zeit konnten die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland nicht einmal mit dem Unternehmen kommunizieren, da ein Vertreter oder Ansprechpartner im Land fehlte.
Die FAQ von Telegram behauptet immer noch das Gegenteil: "Bis heute haben wir 0 Byte Benutzerdaten an Dritte übertragen, einschließlich aller Regierungen."
Jedenfalls hat Telegram laut einer Veröffentlichung des Spiegels bisher mehr als hundert deutsche Kanäle und Gruppen gesperrt, die das BKA dem Unternehmen über ein eigens dafür eingerichtetes E-Mail-Postfach gemeldet hat.
2022-06-06 02:06:45
Autor: Vitalii Babkin