Eine rekordverdächtige Hitzewelle im Sommer 2022 veranlasste Wissenschaftler der Universität Wuhan in China, eine Beschichtung für Fensterscheiben zu entwickeln, die Infrarotstrahlung reflektiert. Typisches Glas lässt nahe Infrarotstrahlung gut durch, blockiert jedoch Strahlung im mittleren Bereich. Dadurch staut sich im Inneren des Raumes Wärme, die zu einer Überhitzung führt, aber es ist auch nicht immer möglich, die Fenster weit offen zu halten.
Die Idee ist, dass Lichtphotonen im sichtbaren Bereich problemlos Wasser passieren und selbst in einer Tiefe von 1 Meter keine Energie verlieren. Und Photonen des Infrarotlichts, Wärmeträger, können nur wenige Millimeter in Wasser eindringen. So nutzten die chinesischen Wissenschaftler ein Hydrogel, das aus Wasser besteht, um eine isolierende Beschichtung auf Glas gegen die Sonnenstrahlen herzustellen.
Der Vorteil dieser Beschichtung besteht darin, dass sie bis zu 96 % der Infrarotstrahlung zurück in die Atmosphäre reflektiert, dabei transparent bleibt und bis zu 92,8 % des sichtbaren Lichts durchlässt. Dadurch war es bei Versuchsmodellen von Gebäuden mit modifiziertem Glas möglich, die Temperatur im Inneren um 3,5℃ zu senken. Ohne jeglichen Energieverbrauch und mit minimalen Kosten, da Hydrogele günstig und überall erhältlich sind.
2022-09-02 17:38:47
Autor: Vitalii Babkin