Eine tödliche ozeanische Hitzewelle, liebevoll Blob genannt, im pazifischen Nordosten dezimiert Fische, Vögel und andere Meeresbewohner in Massen. In diesem beheizten Becken ist die durchschnittliche Jahrestemperatur in 10 Jahren um 0,4°C gestiegen. Die Sommerzeit ist hier jetzt 37 Tage länger als vor 20 Jahren. Darüber hinaus wurde in der Region eine Verringerung der Quellwolken festgestellt, die den Ozean im Winter abkühlen würden. Dadurch steigt im Winter der atmosphärische Druck über dem Wasser.
Der Blob trat erstmals 2013 auf und tötete Hunderte Millionen Kabeljau im Pazifik, Tausende Vögel und viele andere Tiere. Er löste eine großflächige Schadalgenblüte aus, die der Fischereiindustrie in der Region große Verluste bescherte. Zur gleichen Zeit begannen lokale Seesterne eine starke Erschöpfung zu erfahren.
Hitzewellen sind nicht nur im pazifischen Norden zu finden – sie schaden der Fischerei und dem Meeresleben vom Atlantik bis in die südlichen Gewässer. Darüber hinaus verursachen sie verheerende Dürren in Küstengebieten. All dies ist ein großes Problem für die Biodiversität und könnte die Meeresökosysteme bald an einen Punkt bringen, an dem sie sich nicht mehr erholen können.
2022-07-02 09:21:03
Autor: Vitalii Babkin