Britische Wissenschaftler des Instituts für Krebsforschung haben die erste Stufe der Erprobung einer neuen Krebstherapie erfolgreich durchgeführt, die auf der Verwendung von gentechnisch veränderten Herpesviren basiert. Bei 39 Patienten mit schweren Krebsformen, gegen die die üblichen Mittel nicht mehr wirkten, konnte die Tumorgröße deutlich reduziert werden. Jetzt wollen Wissenschaftler neue Modifikationen des Virus schaffen, um Krebszellen vollständig zu zerstören.
Viren gelten aufgrund ihrer Fähigkeit, in lebende Zellen einzudringen und sie von innen anzugreifen, als die ältesten und gefährlichsten Feinde aller Lebewesen auf der Erde. Wissenschaftler beabsichtigen jedoch, dieselbe Eigenschaft für immer zu nutzen, indem sie Viren auf genau definierte Zellen – Krebszellen – abzielen. Sie arbeiten mit onkolytischen Viren und verändern sie genetisch so, dass sie nur ein Ziel angreifen und nicht den gesamten Körper gefährden.
Das modifizierte Herpesvirus heißt RP2 und hat nur zwei Funktionen. Zunächst dringt das Virus in die Krebszelle ein und lässt diese anschwellen, bis sie platzt. Zweitens sendet es Signale an das menschliche Immunsystem, um es auf die angegriffene Zelle aufmerksam zu machen. Die Lebensdauer des Virus ist kurz, es kann nur wenige Krebszellen zerstören, aber das ist sein Vorteil - dies minimiert die Bedrohung für den Körper.
Streng genommen ist eine solche Therapie medizinisch nicht zugelassen, sie gilt als zu riskant. Und dieser Test wurde genau zu dem Zweck durchgeführt, die Sicherheit der Technik zu prüfen. Es wurde bestätigt, was es Ihnen ermöglicht, mit der Entwicklung spezialisierter Versionen des Virus zu beginnen, um verschiedene Arten von Krebszellen anzugreifen.
2022-09-28 12:42:01
Autor: Vitalii Babkin