Toyota Motor hat noch keine großen Erfolge in der Massenproduktion von Elektrofahrzeugen erzielt, produziert aber seit langem Hybride und hat daher ernsthafte Erfahrung mit Traktionsbatterien. Wie einige andere große Autohersteller hat sich der japanische Konzern entschieden, ein stationäres Energiespeichersystem für den Heimgebrauch auf den Markt zu bringen – vorerst wird es nur in Japan angeboten.
Die geografische Spezialisierung der neuen Lösung für Toyota zeigt sich bereits im Namen des Systems – O-Uchi Kyuden – sowie in der Anpassung an den lokalen 100-Volt-Stromnetzstandard. Das wetterfeste Gehäuse des Akkus ermöglicht die Installation im Freien, er ist für den Betrieb im Temperaturbereich von minus 20 bis plus 45 Grad Celsius ausgelegt. Die Batterie selbst hat Abmessungen von 1142 × 341 × 432 mm, wiegt 142 kg, hat eine Kapazität von 8,7 kWh und kann Verbraucher mit einer Gesamtleistung von 5,5 kW versorgen. Das System umfasst außerdem eine 33 kg schwere Hybrid-Power-Management-Einheit, einen 9-kg-Transformator für DC-Netze und einen identischen Gewichtsadapter für den Anschluss eines Fahrzeugs. Letzteres kann sowohl zum Laden der eigenen Traktionsbatterie als auch zur Versorgung des Heimnetzes verwendet werden, wenn die zentrale Stromversorgung abgeschaltet ist. In diesem Fall darf die Leistung der angeschlossenen Haushaltsverbraucher jedoch 1,1 kW nicht überschreiten.
Zur Steuerung des Systems wurde auch eine proprietäre Anwendung für Smartphones entwickelt, die bisher jedoch nur auf Japanisch verfügbar ist. Die Neuheit wird im August in den Handel kommen, jedoch nur in Japan. Baufirmen werden das System auf dem lokalen Markt vertreiben. Zur Erinnerung: Tesla vertreibt seit 2015 seine Haushalts-Energiespeichersysteme, später schlossen sich Mercedes-Benz und Renault diesem Unternehmen an. In der Regel werden solche Systeme mit gebrauchten Traktionsbatterien bestückt, wodurch deren Lebensdauer verlängert werden kann.
2022-06-03 10:30:41
Autor: Vitalii Babkin