Arm hat die mobile Flaggschiff-GPU Immortalis-G715 angekündigt. Dies ist die erste ARM-Grafik, die hardwarebeschleunigtes Raytracing unterstützt. Gleichzeitig gibt es im Segment der mobilen Chips bereits eine Lösung mit dieser Technologie - Samsung Exynos 2200-Chips mit Xclipse-Grafik basierend auf der von AMD erstellten RDNA 2-Architektur.
Der Arm Immortalis-G715 verfügt je nach Modifikation über 10 bis 16 Shader-Kerne und bis zu 1 MB L2-Cache. Für die neue GPU wird auch die Unterstützung der VRS-Technologie (Variable Rate Shading) angekündigt – eine variable Bildrate.
Laut Arm ist die Immortalis-G715 sowohl 15 % schneller als auch energieeffizienter als ihre vorherige Flaggschiff-GPU, die Mali-G710. Die Aktivierung von VRS kann eine zusätzliche Leistungssteigerung von 40 % bieten. Die Implementierung von Hardware-Tracing nahm etwa 4 % der Immortalis-G715-Fläche ein, aber der Hersteller behauptet, dass die Leistung von Hardware-Tracing 300 % höher ist als die von Software.
Das Unternehmen hat zwei Demos veröffentlicht, die die Hardware-Raytracing-Fähigkeiten der Immortalis-G715-Grafik zeigen. Epic Games und Unity haben zugesagt, ARM-Hardware-Raytracing in ihren Game-Engines zu unterstützen.
Mit der Immortalis-G715 stellte Arm die einfacheren Mali-G715- und Mali-G615-GPUs ohne Raytracing, aber mit VRS vor. Der erste erhält 7 bis 9 Shader-Kerne, der zweite - 6 oder weniger Kerne. Über die Leistung dieser GPUs sprach das Unternehmen nicht.
Die ersten Smartphones mit der neuesten ARM-Grafik werden Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres erwartet.
2022-06-29 09:50:24
Autor: Vitalii Babkin