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Ältere Menschen haben Superneuronen, die das Gedächtnis verbessern

Ältere Menschen haben Superneuronen, die das Gedächtnis verbessern

Wissenschaftler, die die Gehirne sogenannter Superalter untersuchen, haben eine Reihe stark vergrößerter Neuronen gefunden, die mit dem Gedächtnis in Verbindung stehen. Diese Neuronen schienen auch widerstandsfähiger gegen die Alzheimer-Krankheit zu sein und stellen eine einzigartige biologische Signatur dar, die diese Probanden ihr ganzes Leben lang tragen könnten.

SuperAger sind eine Gruppe von Menschen über 80 mit einem guten Gedächtnis, das mindestens so gut ist wie Menschen, die 20 bis 30 Jahre jünger sind.

Die Forschung darüber, was Superager-Gehirne von dem Gehirn eines typischen älteren Menschen in den letzten Jahren unterscheidet, hat zu einigen aufregenden Entdeckungen geführt, nicht nur über das Gedächtnis, sondern auch darüber, wie es die neurologische Degeneration eindämmen kann.

PET-Scans haben gezeigt, dass solche Gehirne weitaus weniger Klumpen toxischer Gehirnplaques und Verwicklungen enthalten, die mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht werden, und MRT-Scans haben gezeigt, dass sie neuronale Netzwerke und Verbindungen ähnlich dem Gehirn junger Menschen haben. Insbesondere andere Studien zum visuellen Gedächtnis haben gezeigt, dass ihre Gehirnaktivität der eines 25-jährigen Menschen ähneln kann.

Dies ist die Grundlage einer neuen Studie von Wissenschaftlern der Northwestern University, die sich auf den entorhinalen Kortex konzentrierte, die für das Gedächtnis zuständige Gehirnregion und eine der ersten, die von der Alzheimer-Krankheit betroffen ist. Das Team untersuchte die Gehirne von sechs SuperAgern und fand größere, gesündere Neuronen in einer der sechs Schichten, aus denen diese Region besteht. Diese Neuronen wurden mit denen von sieben kognitiv durchschnittlichen älteren Erwachsenen, sechs jungen Probanden und fünf Probanden mit früher Alzheimer-Krankheit verglichen und es wurde festgestellt, dass sie signifikant größer waren.

Es ist bekannt, dass Neuronen im entorhinalen Kortex sehr anfällig für Gehirngeflechte sind, die aus abnormalen Tau-Proteinen bestehen, was ein Zeichen des Alterns und des frühen Ausbruchs der Alzheimer-Krankheit ist.

Die Wissenschaftler fanden jedoch heraus, dass SuperAger-Neuronen deutlich weniger dieser Verwicklungen enthalten, was ihrer Meinung nach auf ihre größere Größe zurückzuführen ist. Die Wissenschaftler sagen, dass die Ergebnisse zeigen, dass Neuronen, die die Bildung von Verwicklungen vermeiden, ihre strukturelle Integrität besser aufrechterhalten können, während Tau-Verwicklungen anscheinend zu einer neuronalen Kontraktion führen.

In dieser Studie zeigen wir, dass bei der Alzheimer-Krankheit die Verkürzung von Neuronen (Atrophie) im entorhinalen Cortex ein charakteristischer Marker der Krankheit ist, sagt Erstautorin Tamar Gefen.

Wir vermuten, dass dieser Prozess eine Funktion der Bildung von Tau-Tangles in betroffenen Zellen ist, die im Alter zu Gedächtnisstörungen führen. Die Identifizierung dieses beitragenden Faktors (und jedes beitragenden Faktors) ist entscheidend für die Früherkennung der Alzheimer-Krankheit, die Überwachung ihres Verlaufs und die Auswahl einer Behandlung.

Die Wissenschaftler sehen diese Ergebnisse als Beweis dafür, dass diese größeren Neuronen ein Schlüsselelement für das gute Gedächtnis älterer Menschen sind.

Als nächstes hoffen sie, ein tieferes Verständnis dafür zu erlangen, warum diese Neuronen im Gehirn älterer Menschen besser erhalten sind, indem sie die zelluläre Umgebung und die zugrunde liegenden Gründe für ihre Persistenz untersuchen.

Die bemerkenswerte Beobachtung, dass SuperAger-Neuronen größer sind als ihre Artgenossen, könnte bedeuten, dass große Zellen von Geburt an vorhanden waren und ihr ganzes Leben lang strukturell erhalten blieben, sagte Tamar Gefen.

Wir kamen zu dem Schluss, dass größere Neuronen die biologische Signatur der Überalterungsbahn sind.

Die Studie wurde im Journal of Neuroscience veröffentlicht.


2022-10-03 09:49:25

Autor: Vitalii Babkin

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