Das texanische Startup Firefly Aerospace reiht sich in die Reihen der privaten Raumfahrtunternehmen ein, denen es gelungen ist, Raketen in den Orbit zu bringen. Mehr als ein Jahr nach dem ersten gescheiterten Versuch startete die Alpha-Rakete mit einer Ladung Satelliten an Bord vom Weltraumbahnhof. Nach der Bestätigung des Signals von den Satelliten gab das Firefly-Management einen 100-prozentigen Missionserfolg bekannt.
Die Alpha-Rakete startete um 3:01 Uhr Ortszeit vom Weltraumbahnhof der Vanderberg Air Force Base. Die Oberstufe erreichte acht Minuten später die untere Grenze des Weltraums, schaltete dann die Triebwerke ein und brachte die Fracht weiter in die berechnete Umlaufbahn. Die Meldung vom vollen Erfolg der Mission kam eine Stunde und 45 Minuten später, als der Kunde den Empfang eines Signals von den Satelliten bestätigte.
Das Unternehmen wollte die Rakete vor drei Wochen, am 11. September, starten, aber eine Minute vor Beginn des Countdowns wurde der Start gestoppt. Der Grund wurde später bekannt gegeben: ein Rückgang der Heliumversorgung in den Tanks der zweiten Stufe. Am nächsten Tag musste der Start wegen schlechten Wetters abgesagt werden. Die nächste Möglichkeit eröffnete sich am 30. September und führte zum Erfolg.
Ziel der Mission mit dem Namen „To the Black“ war es, drei zivile Satelliten in eine erdnahe Umlaufbahn in 300 km Höhe mit einem Neigungswinkel von 137 Grad zu bringen, schreibt Space News. Laut Unternehmensvertretern wird Firefly versuchen, vor Ende des Jahres einen weiteren Start zu haben.
Der erste Start der Alpha-Rakete fand vor 13 Monaten statt, aber 15 Sekunden nach dem Start fiel eines der vier Reaver-Triebwerke aus. Trotzdem wurde der Flug fortgesetzt, bis der maximale Staudruck erreicht war, wodurch das Gerät abstürzte. Aus Sicherheitsgründen wurde die Rakete in die Luft gesprengt.
Wie das Unternehmen später feststellte, wurde der Ausfall durch ein Problem in der Verkabelung verursacht. Firefly hat die Fehler behoben und weitere Änderungen am Produktionsprozess vorgenommen.
Vor rund einem Jahr berichtete das Start-up SpinLaunch über die ersten Tests seines Nicht-Raketen-Systems zum Start von Leichtfahrzeugen in den erdnahen Orbit. Dem Unternehmen ist es gelungen, ein „Blindgeschoss“ mit einer Geschwindigkeit von rund 8.000 km/h senkrecht nach oben zu schießen.
2022-10-04 14:53:46
Autor: Vitalii Babkin